Das Stipendium – Wie alles begann…

By furanimu

Gleich zu Jahresbeginn war es so weit: Endlich wollte ich mich um ein Stipendium für Japan bewerben. Abgabetermin für die Unterlagen im Japan-Zentrum der LMU war der 15. Januar und so begann ich, mein Forschungsvorhaben zu formulieren, was doch mehr Zeit in Anspruch nahm, als ich gedacht hatte…

Zunächst mussten noch Informationen gesammelt werden, damit ich mein Vorhaben gut begründen konnte und das bedeutete erst einmal viel lesen. Zum Glück wusste ich schon seit einiger Zeit, worüber ich forschen wollte. Da ich im Sommersemester 2006 ein Proseminar namens „Die Macht der Toten – Erinnern und Gedenken in Japan“ besucht hatte, das sich mit dem Umgang mit Tod und Sterben in Japan beschäftigte, habe ich schon einiges über Hirntod und Organspende in Japan gelesen und bin von diesen Themen aus auf das Thema Sterbehilfe in Japan gekommen. Dies wird zwar in Japan schon lange diskutiert, doch hier hat man von dieser Diskussion noch nicht viel mitgekriegt. Es handelt sich also um ein relativ unerforschtes Gebiet, das mich stark interessiert, denn ethische Fragen, vor allem in der Medizin, finde ich super spannend. So habe ich schon vor einigen Monaten beschlossen, mich mit Sterbehilfe in Japan zu beschäftigen, was vielleicht auch einmal zu einer Magisterarbeit werden könnte.

Aber nun musste, wie gesagt, erstmal ein Forschungsvorhaben daraus werden. Genügend Material hatte ich schon gesammelt und das musste „nur noch“ gelesen werden, was sich natürlich als zeitaufwändiger herausstellte, als ich dachte. Vor allem das Bioethics Cyber Laboratory der Waseda University war sehr hilfreich für mich, da es viele Texte des dortigen Professor Kimura online bereit stellt (manche sogar auf Deutsch). Das Schreiben des Forschungsvorhabens war so auch kein Problem und ich wäre sogar ein paar Tage vor der Abgabefrist fertig gewesen, wenn ich es nicht einer Freundin zum Drüberlesen gegeben hätte, die natürlich prompt noch ein paar Dinge daran auszusetzen hatte. Das Ändern nahm dann noch soviel Zeit in Anspruch, dass ich die Unterlagen erst extakt am 15. Januar abgeben konnte, aber das war ja auch in Ordnung.

Und dann begann das Warten…


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